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Presseartikel
Bild (THD): Beim Pickleball-Spielen im Freien genießen die Teilnehmenden die sportliche Betätigung, den interkulturellen Austausch und die idyllische Landschaft Kanadas.

Intercultural Learning in Sport

Zwölf Studierende der THD reisen zur Summer School nach Kanada
9.9.2026 | THD-Pressestelle

Welche Rolle spielen Kultur und Tradition im Sport? Und wie kann Sport dazu beitragen, Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander zu verbinden? Diese Fragen beschäftigten insgesamt 33 Studierende aus Deutschland, Kanada und der Schweiz, die im August zur internationalen Summer School „Intercultural Learning in Sports“ nach Whistler, Kanada, reisten. Von der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) stammten zwölf der Teilnehmenden, begleitet von ihrer Betreuerin Linda Zeindl. Des Weiteren waren Studierende des Douglas College Vancouver, der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen und der Universität Hamburg vor Ort.

Besondere Highlights der Summer School

Während der zwei Wochen in Kanada erhielten die Studierenden einmalige Gelegenheiten wie die Gespräche mit Greg Hall, dem Strength and Conditioning Coach des Pacific Rim, und der kanadischen Skicross-Athletin Marielle Thompson. Der Coach berichtete über seine Arbeit im internationalen Spitzensport und gab den Teilnehmenden der Summer School einen direkten Einblick in die Anforderungen an Athletinnen und Athleten sowie in die Bedeutung von professioneller Betreuung im Training. Die vierfache Gesamtweltcupsiegerin im Skicross und Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Winterspiele 2022 sprach über ihren eigenen Weg im Spitzensport, die Herausforderungen einer internationalen Sportkarriere und ihre Erfahrungen bei den Olympischen Spielen.

Ein kulturelles Highlight bildete der Besuch im Museum der First Nations. Dort lernten die Studierenden die Geschichte, Traditionen und Lebenswelten der indigenen Bevölkerung Kanadas näher kennen. Das gemeinsame „International Tasting“ ermöglichte zudem einen interkulturellen Austausch auf kulinarischer Ebene, als die Studierenden jeweils ein Gericht aus ihrer Heimat kochten und der Gruppe vorstellten – darunter Spätzle, Bannok, kanadischer Ahornsirup, Alpine Macaroni und Franzbrötchen.

Sport als Brücke zwischen Kulturen

Den zweiwöchigen Aufenthalt verbrachten die Studierenden im Whistler Athletes’ Centre – einer Unterkunft, in der normalerweise kanadische Leistungssportlerinnen und Leistungssportler trainieren. Vor Ort bestimmte ein Mix aus Praxis und Theorie den Veranstaltungsplan der Summer School. Bei Vorträgen und Diskussionen lernten die Teilnehmenden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Sportsysteme aus Kanada, Deutschland und der Schweiz kennen. Berücksichtigt wurden dabei auch die Einflüsse gesellschaftlicher und kultureller Rahmenbedingungen auf den Sport.

Beim gemeinsamen Ausprobieren unterschiedlicher Sportarten wie Lacrosse, Unihockey, Turnen, Wandern, Völkerball und Pickleball bemerkten die Teilnehmenden, dass die gegenseitige Verständigung trotz unterschiedlicher Sprachen nicht schwerfällt. Gemeinsame Bewegung und Teamwork schaffen Verbindungen und erleichtern den Austausch über kulturelle Grenzen hinweg. In Gruppenprojekten beleuchteten die Studierenden zudem die Vor- und Nachteile von Olympischen Spielen, duale Sportkarrieren im internationalen Vergleich und sowie den Schulsport in Kanada, Deutschland und der Schweiz. Das Kernfazit dabei lautete, dass Sport Menschen zusammenbringt – egal, woher sie kommen oder welches Sportsystem sie kennen.