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Presseartikel
Bild (THD): Naturerlebnis ohne Hürden: Wie barrierefrei sind unsere Wege und Ausflugsziele? Das Projekt „LandErleben für Alle“ (LEfA) der THD setzt sich dafür ein, dass Erholung in der Region für alle Zielgruppen uneingeschränkt möglich wird.

„LandErleben für Alle“ untersucht barrierefreien Tourismus in Bayern

Online-Umfrage für Forschungsprojekt
7.8.2026 | THD-Pressestelle

Wie lässt sich der Urlaub in Bayern für alle Menschen einfacher und barrierefreier gestalten? Dieser zentralen Frage geht das Forschungsprojekt „LandErleben für Alle“ (LEfA) am Campus Bad Kötzting der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) nach. Das einjährige Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus gefördert. Um die Bedarfe, Wünsche und Hürden von Urlauberinnen und Urlaubern in Bayern wissenschaftlich zu erfassen, startet das Projektteam ab sofort eine bayernweite Online-Befragung.

Passen Angebot und Nachfrage zusammen?

Der Bayern- und Deutschlandtourismus steht vor der wachsenden Aufgabe, Reiseangebote für eine älter werdende Zielgruppe in Zeiten des demografischen Wandels anzupassen. Wie Domenic Sommer, Gesundheitswissenschaftler (M.Sc.) am Campus der THD in Bad Kötzting, erklärt, „engagieren sich bereits viele touristische Leistungsträger in der Region sehr stark und haben wertvolle barrierefreie und barrierearme Angebote geschaffen.“ Oft stelle sich jedoch die Frage, ob diese Angebote auch tatsächlich gebündelt und niederschwellig bei den Gästen auf der Nachfrageseite ankommen. Um den Tourismus nachhaltig fit für die Zukunft zu machen, gelte es daher, die konkreten Bedarfe der Reisenden präziser zu erkennen und sie mit den vorhandenen Ressourcen zu vernetzen.

Die Reisenden besser verstehen

„Wir wollen die bayerischen Tourismusdestinationen, insbesondere aber unsere Heimat, den Bayerischen Wald, sowie deren Hotels, Freizeiteinrichtungen und Gastronomiebetriebe in Bayern dabei unterstützen, ihre Gäste noch besser zu verstehen“, verdeutlicht Sommer. „Unser Ziel ist es, Anbietern und Touristen gleichermaßen zu helfen.“ Einerseits wolle man am Campus Bad Kötzting dabei helfen, neue Zielgruppen, die auf barrierefreie Angebote angewiesen sind, zu erschließen. Andererseits gelte es, Betriebe zu ermutigen, ihre Angebote zielgerichtet weiterzuentwickeln. Die nun startende Online-Befragung (https://survey.th-deg.de/LEfA) der Bad Kötztinger Forschenden bildet hierfür die Basis. „Erst wenn wir zusätzliches Wissen gesammelt haben, können wir die Kommunikation trennschärfer auf die tatsächliche Nachfrage ausrichten und digitale Sichtbarkeit schaffen“, ist sich Sommer sicher. „So bringen wir bestehendes Engagement und den Gästebedarf passgenau zusammen.“

Für den jungen Forscher habe das Projekt zudem eine persönliche Komponente: „Als jemand, der selbst ehrenamtlich Freizeiten für Menschen mit Behinderung bei der Lebenshilfe unterstützt, ist es mir eine absolute Herzensangelegenheit, die gesellschaftliche Teilhabe durch solche Projekte aktiv zu fördern.“

Wer darf mitmachen? Alle, die reisen!

Für eine fundierte Datenbasis brauche es im ersten Schritt möglichst viele Teilnehmerinnen und -teilnehmer an der Online-Befragung, die gerade mal zehn Minuten Zeit in Anspruch nehme. Wie Domenic Sommer erklärt, „richten sich die Fragen ausdrücklich an alle, die reisen.“ Also an Menschen mit Behinderung oder Mobilitätseinschränkungen, an Begleitpersonen und Betreuende, an Familien mit Kleinkindern, Senioren sowie und alle weiteren Reisefreudigen. Sommers Appell: „Einfach mitmachen und so die Weiterentwicklung des Tourismus in Bayern aktiv unterstützen.“

Zweite Projektphase: Abgleich von Bedarfen und Ressourcen

Zum Jahresende gehe das Projekt in eine zweite Phase, um das Bild zu komplettieren. Dann würden in einer weiteren Erhebung gezielt die touristischen Leistungsträger der Region befragt. „Dieser Abgleich zwischen den ermittelten Wünschen der Gäste“, so Sommer, „und den tatsächlichen Ressourcen der Betriebe soll helfen, Informationslücken zu schließen und die Kommunikation zwischen Anbietern und Gästen nachhaltig zu optimieren.“